Jusos verwundert über Vorstoß zu “Freizeitlärm”

Mit einem Antrag ziehen die Siegburger Grünen gegen den von ihnen ausgemachten „Freizeitlärm“ zu Felde, da der Siegburger Marktplatz ihrer Ansicht nach zu einer „Partymeile und Open-Air-Konzertzone verkommen“ sei. Die Jusos Rhein-Sieg reagieren irritiert auf den Vorstoß und die Wortwahl der grünen Ratsfraktion. „Wenn es in einer Stadt also etwas Leben gibt, ist diese für die Grünen anscheinend ‚verkommen‘“, wundert sich Zeynep Kirli von den Siegburger Jusos und fügt hinzu: „Viele Städte und Gemeinden wären froh, wenn ihr Marktplatz ähnlich gut angenommen und besucht würde wie der Siegburger. Ruhig ist es vor allem dort, wo nichts mehr läuft, wo es keine Freizeitangebote für die Bürgerinnen und Bürger und keine Kunden für Gastronomie und Gewerbe gibt. Eine vorrangig ruhige Innenstadt kann kein Ziel sein, sondern ist der Anfang vom Ende.“

Besonders verwundert sind die Mitglieder der SPD-Jugendorganisation über den von den Grünen bemühten Vergleich mit der Stadt Bonn, in der es klarere Regel für Veranstaltungen und Lärm gebe, während die Kreisstadt „rechtsfreie Zone“ sei.

„Bonn ist ein gutes Beispiel dafür, wie Einzelne beliebte Veranstaltung kaputtklagen. Daran sollte man sich wirklich kein Beispiel nehmen. Die Grünen scheinen sich in Siegburg als Spaßbremsenpartei positionieren zu wollen. Statt von angeblichem Freizeitlärm könnte man auch einfach von Kultur- und Traditionsveranstaltungen sprechen, die viele Menschen gerne besuchen“, kommentiert der Juso-Kreisvorsitzende Mario Dahm.

Die Jusos appellieren an die Stadt Siegburg, nicht in eine restriktive Praxis zu verfallen, damit der Marktplatz weiter ein pulsierendes Zentrum bleibt. „Hoffentlich verschwindet diese grüne Idee bald im Sommerloch. Niemand muss ständig Lärm erdulden, aber es kann auch niemand mitten in der Innenstadt dauerhaft Ruhe erwarten“, so die Jusos.

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